Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch Produktkostenoptimierung – ein entscheidender Hebel im Maschinen- und Anlagenbau

19. Februar 2026

In vielen Industriebereichen erkennen wir gerade das gleiche Bild: Die Auftragslage ist wechselhaft, Margen geraten unter Druck, und Wettbewerber agieren preisaggressiver als noch vor wenigen Jahren. Doch die spannendste Erkenntnis nehme ich aus meinen eigenen Projekten mit:

Wettbewerbsfähigkeit entsteht selten durch „noch mehr Funktionen“. Sie entsteht durch Fokus, Klarheit und durch Produkte, deren Wert und Kosten wieder im Gleichgewicht stehen.

Vor kurzem saß ich wieder mit einem Team zusammen, das über Jahre hervorragende Anlagen gebaut hat. Technisch beeindruckend. Aber: Die Herstellkosten waren dem Markt davongelaufen. Ein vertrautes Muster im Investitionsgüterbereich.

Und genau hier zeigt sich die Kraft der wertanalytischen Produktkostenoptimierung (PKO).

Hinweis: Das Video wurde erstellt mit KI auf Basis eigener Wissensgrundlagen

Warum PKO heute strategisch ist und nicht nur ein Kostensenkungsprojekt

Im METZTEC-Ansatz wird eine zentrale Frage gestellt: „Welche Produkte können wir nachhaltig im Markt gewinnbringend anbieten und was hindert uns daran?“

Diese Frage wirkt einfach, aber sie sortiert sofort:

  • Welche Funktionen sind heute wirklich relevant?
  • Welche Varianten sind historisch entstanden aber niemand braucht sie mehr?
  • Wo haben wir uns „technisch abgesichert“, obwohl es der Kunde gar nicht fordert?
  • Und an welcher Stelle passen Kosten und Kundennutzen nicht mehr zusammen?

Wenn wir diese Transparenz schaffen, entsteht oft ein Aha-Moment: Die größten Kostentreiber sitzen selten im Materialpreis. Sie stecken in der Konstruktion, der Auslegung, im Variantenwuchs und in Funktionen, die ihren Wert verloren haben, sowie in der Engineering-Aufwänden!


Wie Produktkostenoptimierung Wettbewerbsfähigkeit erzeugt

Was viele unterschätzen: Wettbewerbsfähigkeit ist kein Marketingslogan, sondern eine harte betriebswirtschaftliche Konsequenz aus technischen Entscheidungen.

Eine konsequente PKO führt zu:

  • 20–30% niedrigeren Herstellkosten
  • Wettbewerbsfähigeren Angebotspreisen
  • Transparenteren Kalkulationen und schnellerer Angebotserstellung
  • Weniger Varianten → weniger Komplexität → weniger Fehler
  • Mehr Marge pro Auftrag (auch in laufenden Projekten)
  • Höherer Auftragswahrscheinlichkeit und Profitabilität
  • Schnelle Verbesserung des operativen Ergebnisses

Und: Diese Effekte wirken sofort. Viele Optimierungen fließen noch während des Projektes in aktuelle Angebote oder gar in laufende Aufträge ein.


Was dabei besonders wirkungsvoll ist

Die wirklichen Hebel liegen (fast immer) dort:

1. Funktionsanalyse: Was erfüllt wirklich einen Kundenwert?

Wir identifizieren gemeinsam mit unsren Kunden Überdimensionierungen, Komfort-Funktionen „von früher“, technische Redundanzen, falsch gesetzte Sicherheitsfaktoren. Eine einzige Funktionsanpassung kann eine komplette Baugruppe verändern – mit enormen Effekten.

2. Optimierte Systemarchitektur statt historisch gewachsener Lösungen

Wenn die Grundauslegung stimmt, reduzieren sich Material, Antriebe, Abmessungen und Fertigungsaufwände automatisch.

3. Modularisierung & Variantenbereinigung

Ein Baukasten, der sauber aufgebaut ist, senkt Herstellkosten, reduziert interne Aufwände und hebt die Prozessstabilität.

4. Konstruktive Vereinfachung ohne Leistungsverlust

Weniger Teile. Leichtere Komponenten. Bessere Zugänglichkeit. Alles bewährte PKO-Ergebnisse, die nichts mit Sparen, aber viel mit Intelligenz zu tun haben.

5. Fertigungs- und Montageorientiertes Design

Design for Manufacturing & Assembly (DFMA) ist einer der stärksten Hebel, weil er direkt Durchlaufzeiten und Qualität beeinflusst.

6. Systematische Einbindung alle Fachbereiche, wie Vertrieb, Engineering, Fertigung, Einkauf, Kalkulation etc.

Wenn kalkulierte Einsparungen sofort in Angebote einfließen, wird PKO zum Umsatztreiber.


Ein Beispiel aus der Praxis, das es auf den Punkt bringt

Bei einem Investitionsgüterprojekt wurden über 250 Ideen in einer für alle Teammitglieder gut handhabbaren Excel-Datenbank dokumentiert, bewertet, priorisiert und abgesichert.

Das Ergebnis:

  • 24 % geringere Herstellkosten
  • deutlich höhere Steifigkeit durch optimierte Auslegung
  • über 800.000 € Einsparung allein im Antriebsstrang
  • und: Der Auftrag wurde gewonnen, weil der Wettbewerb preislich nicht mehr mitgehen konnte.

Das zeigt: PKO ist nicht nur ein Kostenprojekt. Es ist ein Wettbewerbsprogramm!

Schauen Sie rein in unseren vielzähligen Referenzen!


Warum dieser Ansatz so gut funktioniert

Weil er drei Perspektiven vereint:

  • technische Exzellenz
  • wirtschaftliche Vernunft
  • Marktorientierung

Und weil er im Team entsteht. Die besten Ideen kommen aus Konstruktion, Vertrieb, Montage, Service – und entstehen, wenn wir gemeinsam schauen:

„Welche Funktion wollen wir wirklich erfüllen? Und wie tun wir das so einfach wie möglich – aber nicht einfacher?“


Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht im Rückblick, sondern im Mut zur Vereinfachung

Ich sehe gerade in vielen Projekten: Unternehmen, die jetzt ihre Produkte wertanalytisch hinterfragen, gehen gestärkt in die kommenden Jahre.

Weil ihre Preise tragfähig sind. Weil ihre Margen stabil sind. Und weil ihre Produkte wieder genau das leisten, was sie leisten sollen – nicht mehr und nicht weniger.


Nutzen & Ziele

Gerade in der aktuell sehr angespannten, wirtschaftlichen Lage ist es sehr sinnvoll über PKO-Projekte nachzudenken, um beispielweise folgende Nutzen und Ziele für Ihr Unternehmen zu verfolgen:

…die Auftragschancen und Wettbewerbsfähigkeit durch marktgerechte Preise zu steigern

…die Produktanforderungen moderner, funktionaler und qualitativ besser umzusetzen

…die Profitabilität bei bereits laufenden Kundenaufträgen zu erhöhen

…das operative Ergebnis zu erhöhen und schließlich die Margen zu steigern

Wesentliche Endprodukte:

  • Transparenz in der Produkt- und Herstellkostenstruktur geschaffen
  • Ansätze zur Produktherstellkostensenkung und/oder Produktoptimierung generiert
  • Umsetzungsmaßnahmen nachvollziehbar in einer Ideendatenbank dokumentiert
  • Kostensenkungspotenziale konkretisiert und quantifiziert
  • Umsetzungsreife Lösungsansätze priorisiert und abgesichert
  • Methodenkompetenz im Team zur systematischen Produktkostenoptimierung aufgebaut

Meine Frage an Sie:

Wo in Ihren Produkten steckt aktuell das größte ungenutzte Kostensenkungspotenzial? In der Konstruktion? In der Variantenvielfalt? In der Auslegung? Oder im Zusammenspiel der Bereiche?

Ich freue mich auf Ihre Gedanken und einen fachlichen Austausch.

Persönliches Gespräch:

Gerne können Sie hier auch direkt einen Termin buchen und wir gehen gemeinsam in einen offen Gedankenaustausch zur Senkung Ihrer Produktherstellkosten!

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